Was haben Otze und Beinhorn mit der Europäischen Union zu schaffen? Nun, über das EU-Förderprogramm LEADER ist Geld in die beiden Burgdorfer Ortsteile geflossen. In Otze konnten so der Lindenbrink umgestaltet und das alte Kühlhaus saniert werden. Und schon vor längerem erhielt der Hof am Moore in Beinhorn Unterstützung für die Einrichtung eines Hofladens und einer Kulturscheune. LEADER klingt ja englisch, tatsächlich verbirgt sich hinter der Abkürzung der französische Programmname: Liaison entre actions de développement de l’économie rurale – zu deutsch etwa „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung ländlicher Gebiete“.
Eine positive Bilanz des Förderprogramms zog jetzt die Grünen-Landtagsabgeordnete Djenabou Diallo Hartmann anlässlich einer Befassung im Landtag: „Das Programm LEADER zeigt, wie europäische Fördermittel konkret und wirksam in den ländlichen Räumen ankommen“, erklärte sie. Gerade für ein Flächenland wie Niedersachsen sei diese Förderung von zentraler Bedeutung. „Dabei geht es nicht um Luxus. Es geht um soziale Treffpunkte, Ehrenamt und schlussendlich um Lebensqualität und Grundversorgung. Es geht darum, dass Menschen bleiben – oder wieder zurückkommen.“
Und so soll es auch in Zukunft weitergehen. „Niedersachsen setzt sich klar für eine starke EU-Förderung des ländlichen Raums ein. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte vertritt diese Position gemeinsam mit der Koalitionspartnerin SPD mit Nachdruck gegenüber dem Bund“, sagt Diallo Hartmann.
In der vergangenen Woche hat die Landesregierung auf der Grünen Woche ein Positionspapier an den Bundeslandwirtschaftsminister übergeben mit dem Ziel, auch ab 2027 verlässliche Rahmenbedingungen für Programme wie LEADER zu sichern. „Die Projekte auch hier vor Ort zeigen, dass eine EU-Förderung dann besonders wirksam ist, wenn sie regionale Gestaltungsspielräume eröffnet“, so Diallo Hartmann abschließend.